Die Küche in Grodno vereint bodenständige ländliche Traditionen mit den raffinierten Rezepten des historischen Adels. Unangefochtener Star jeder Speisekarte sind knusprige Draniki – traditionelle Kartoffelpuffer, die wahlweise mit Sauerrahm, gebratenen Waldpilzen, Fisch oder krossen Grieben serviert werden. Unbedingt probieren sollte man auch die deftige Kartoffel-Babka, Krapfen, Klöße sowie Kolduny mit herzhafter Fleischfüllung. Als Auftakt empfiehlt sich eine Sauerampfersuppe, die kalte Okroschka auf Kwas-Basis oder die traditionelle säuerliche Schursuppe.
Fleischliebhaber schätzen saftigen Pjatschisto-Braten aus dem Ofen, hausgemachte Würste, Fleischrouladen und Wereschtschaka-Rippchen in herzhafter Sauce. In vielen Lokalen wird das aromatische Fleisch-Pilz-Ragout Tyzkalo direkt in einem ausgehöhlten Brotlaib serviert. Authentische historische Rezepte genießt man im Restaurant Belastok, moderne Interpretationen regionaler Klassiker serviert das Restaurant Litviny, und wer fürstliche Wildgerichte kosten möchte, besucht das Landgut Zamok Zevany.
Zum Dessert locken feine Quarkplinsen, Bratäpfel oder die geschmorte Birne nach Radziwiłł-Art. Dazu trinkt man Birkensaft, warmen Sbiten, Beerenmors oder Met. Für Freunde edler Tropfen gibt es Kräuterliköre wie Krambambula, Zubrowka und Starka, während lokale Brauereien mit hervorragendem Craft-Bier überzeugen.